November 08, 2010

Sozialversicherungs-Rechengrößenverordnung 2011

Die Bundesregierung hat Mitte Oktober 2010 die Sozialversicherungs-Rechengrößenverordnung 2011 beschlossen. Danach soll die sogenannte Bezugsgröße, von der zahlreiche andere Rechengrößen abgeleitet werden (z. B. Einkommensgrenze für die Familienversicherung, Mindestbeitragsbemessungsgrundlage für behinderte Menschen) im kommenden Jahr in den alten Bundesländern (einschließlich West-Berlin) unverändert monatlich 2 555 EUR betragen. In den neuen Bundesländern (einschließlich Ost-Berlin) steigt sie dagegen um 70 EUR und beträgt damit monatlich 2 240 EUR; für die Belange der Kranken- und Pflegeversicherung gilt allerdings bundeseinheitlich die Bezugsgröße West. Auch die Beitragsbemessungsgrenze in der Renten- und Arbeitslosenversicherung wird in den alten Bundesländern (einschließlich West-Berlin) zum 1. Januar 2011 nicht geändert und beträgt weiterhin monatlich 5 500 EUR. In den neuen Bundesländern (einschließlich Ost-Berlin) wird sie dagegen um 150 EUR auf monatlich 4 800 EUR erhöht. Die bundeseinheitliche Beitragsbemessungsgrenze der Kranken- und Pflegeversicherung von zurzeit 3 750 EUR soll zum 1. Januar 2011 auf 3 712,50 EUR abgesenkt werden. Die Rechengrößenverordnung bedarf noch der Zustimmung des Bundesrates.

Quelle: AOK Ausgabe 10/2010 von „PRAXIS AKTUELL direkt“

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