August 31, 2013

SEPA: Jetzt vorbereiten

Ab 1. Februar 2014 gilt der neue, europaweite Standard für den bargeldlosen Zahlungsverkehr. Spätestens jetzt müssen sich Unternehmen mit SEPA beschäftigen.

Eine aktuelle Umfrage der Deutschen Bundesbank zeigt: Nur ein Viertel (24 Prozent) der befragten Unternehmen kennt die Abkürzung SEPA (für „Single Euro Payments Area“). Dabei müssen ab Februar 2014 alle elektronischen Zahlungen – auch innerhalb Deutschlands – in dem neuen Format abgewickelt werden. „Wer nicht rechtzeitig auf SEPA umstellt, dem droht die Zahlungsunfähigkeit“, warnt Dr. Bernhard Rohleder, Hauptgeschäftsführer des Branchenverbandes BITKOM.

Fristen für die Sozialversicherung. Die SEPA-Einführung ist keineswegs nur eine Aufgabe für die Buchhaltung, sondern berührt viele Unternehmensbereiche. Der neue Standard betrifft die Gehaltszahlung an die Mitarbeiter ebenso wie den Einzug offener Rechnungsbeträge und die Abführung der Sozialversicherungsbeiträge.

Countdown läuft. Experten sind sich einig, dass die Umstellung nicht in wenigen Tagen getan ist. Neue Kontodaten von Kunden, Lieferanten und Mitarbeitern sind zu sammeln, die Buchhaltungssoftware mit allen Stammdaten muss aktualisiert und neue Briefbögen mit den hauseigenen IBAN- und BIC-Daten wollen gedruckt werden. Die Bundesbank empfiehlt Unternehmen, einen SEPA-Beauftragten zu benennen, der alle Aufgaben intern koordiniert. Erste Anlaufstelle bei Fragen ist in der Regel die Hausbank. Spätestens bis zum dritten Quartal 2013, rät die Europäische Zentralbank, sollten auch kleine und mittlere Unternehmen ihre Hausaufgaben erledigt haben.

Diese Vorbereitungen sind jetzt zu treffen:

  • Gläubiger-ID bei der Deutschen Bundesbank beantragen: Diese wird benötigt, um am SEPA-Lastschriftverfahren teilzunehmen.
  • Umstellung mit der Hausbank koordinieren: So muss beispielsweise eine Inkassovereinbarung getroffen werden, bevor Unternehmen Beträge per SEPA-Lastschrift einziehen können.
  • Kontodaten der Geschäftspartner umstellen: Hierzu bieten die Finanzinstitute technische Unterstützung an.
  • Buchhaltung anpassen: Dies betrifft vor allem das Datenformat von SEPA-Lastschriften.
  • Drucksachen aktualisieren: Briefbögen, Rechnungsvorlagen, Homepage etc. sollten mit den neuen IBAN- und BIC-Angaben versehen werden.
Quelle: AOK praxis aktuell - Ausgabe August 2013

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